Bratwurzel – gebratene Petersilienwurzel

Bei uns im Badischen heißen Bratkartoffeln Brägele. Ich würde sagen, sie sind ein Grundnahrungsmittel hier. Gerne mag ich Brägele zu Bibiliskäs (angemachter Quark) und Wurschtsalat (Wurstsalat). Dreierlei heißt das Ensemble im Alemannischen. Drei badische Klassiker auf einem Teller!

Doch irgendwie fehlt mir dabei als so das „richtige“ Gemüse. Und mega schmeckt ja die Petersilienwurzel. Warum soll ich sie dann nicht mal so kochen, wie eine bewährte Bratkartoffel?

Gebratene Petersilienwurzel schmecken am besten aus der Pfanne.

 

Aus der

Pfanne

Bitte!

Wie bereite ich die Petersilienwurzel zu?

Die Petersilienwurzel ist ein tolles Wintergemüse mit einem besonderen Geschmack. Bisher habe ich sie als Suppengrün, Ofengemüse oder als Püree mit Kartoffeln verwendet. Doch ich liebe, wie ihr wisst, neue Zubereitungsformen und andere Aromen. Gerade bei Gemüse!

Daher habe ich aus der geschätzten Bratkartoffel die Bratwurzel gemacht – mein Rezeptchanger auf dieser Seite. Mit Gemüse Bewährtes neu kreieren, das finde ich toll! Und die Zubereitung mit der Petersilienwurzel geht so schnell. Sie muss nicht wie bei der Bratkartoffel vorgekocht werden. Die gebratene Petersilenwurzel gart in dünne Scheiben geschnitten einfach so in der Pfanne. Mit Zwiebel, Meersalzflocken und Pfeffer erinnert die Petersilienwurzel an den Klassiker. Nur schmeckt sie viel besser und intensiver. Wenn ihr mögt, könnt ihr Speck in Würfeln dazugeben. Ach ja und streut noch etwas gehackte Petersilie und Limettenabrieb auf unser Bratgemüse! 

Wollt ihr noch mehr Gemüse essen und anders zubereiten? Dann probiert auch meine saftigen Zucchini-Kartoffel-Puffer aus. Die gehen natürlich auch mit Petersilienwurzel statt mit Zucchini.

Die Petersilienwurzel ist ballaststoffreich.

 

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reich

Was ist das Besondere an einer Petersilienwurzel?

Die Petersilienwurzel schmeckt leicht süßlich und hat ein würzig intensives Aroma. Sie erinnert an eine Mischung von Knollensellerie und Petersilie. Jedoch darf die Petersilienwurzel nicht gleich gesetzt werden mit der Wurzel der Blattpetersilie. Denn das Gemüse ist eine Unterart der selben.

Oftmals wird die Petersilienwurzel mit der Pastinake verwechselt. Sie lassen sich aber ganz einfach unterscheiden. Es ist der Blattansatz, der uns beim Einkauf weiterhilft. Bei der Petersilienwurzel wölbt er sich eher nach oben. An der Pastinake seht ihr eine Kuhle. Der Blattansatz ist eingesunken. Außerdem riecht mal an dem Wurzelgemüse! Die Petersilienwurzel erinnert, wie der Name schon erahnt, an Petersilie

Ballaststoffreich (Inulin) ist die Petersilienwurzel. Das mögen unsere Darmbakterien und tut somit unserem Mikrobiom sehr gut. Nicht nur deswegen bedankt sich unser Immunsystem, wenn wir Petersilienwurzel essen. Auch Vitamin C findet sich ausreichend in dem gesunden Gemüse. Daher esst ruhig mal Petersilienwurzel roh. Denn Vitamin C ist hitzeempfindlich! Weiter enthalten sie wenig Kohlenhydrate, was die Low-Carb-Anhänger freuen kann. Mineralstoffe wie Magnesium und Eisen komplettieren die Nährstoffe in dem Supergemüse. 

Bratwurzel – gebratene Petersilienwurzel

Zutaten

für 4 Personen

  • 800 g Petersilienwurzel

  • 1 Bio-Limette

  • 2 Zwiebeln

  • 3 EL Olivenöl

  • ½ Bund Petersilie

  • Meersalzflocken

  • schwarzer Pfeffer

  1. Petersilienwurzeln und Limette waschen, mit einem Sparschäler schälen und die Enden abschneiden. Wurzel in feine Scheiben schneiden. Zwiebeln schälen, halbieren und in Ringe schneiden.
  2. Öl in einer beschichteten Pfanne bei mittlerer Hitze erwärmen. Wurzelscheiben hineingeben und mit einem Deckel ca. 6 Min. braten. Öfters mal wenden.
  3. Inzwischen Petersilie waschen, trocken schütteln und fein schneiden.
  4. Zwiebeln in die Pfanne geben und weitere 3 Min. ohne Deckel mitbraten, bis alles goldgelb wird.
  5. Mit Petersilie, Salzflocken und Pfeffer würzen. Schale der Limette über die Petersilienwurzeln reiben.

Tipps

Gebratene Speckwürfel machen das Pfannengericht noch würziger.

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