Einfache Veggie Ramen mit Sesam

Ramen, die asiatische Nudelsuppe, erlangt international zunehmend große Beliebtheit. Kein Wunder, da es sich um ein echtes Wohlfühlessen handelt. Doch das alleine erklärt diese rasante Durchdringung der kulinarischen Landschaft von Ramen nicht. Welche Kraft steckt eigentlich hinter dieser Suppe? Die muss ja enorm sein!

Dank Dashi hat die Ramen richtig viel Umami.

 

Richtig

viel

Umami!

Was steckt hinter Ramen?

Oft ist es doch so, dass gerade die Speisen, die früher als Arme-Leute-Essen galten, durchschlagenden Erfolg haben. Eben auch hier! Das japanische Nationalgericht Ramen fand ursprünglich seinen Weg aus dem chinesischen Kulturkreis auf die Insel. Die Nudeln werden in China als Ramen bezeichnet. Japaner kombinierten sie mit einer erstaunlichen Brühe. Die populäre Schale mit Nudeln und unterschiedlichen Einlagen in einem Fond finden wir mittlerweile an jeder Strassenecke Japans. Aber auch hier zu Lande gibt es immer mehr „Ramen-Läden“. Wer Ramen gegessen hat, weiß von was ich rede. Die Nudel-Bowl überzeugt als kräfigender Sattmacher und als wohltuender Seelenwärmer. Also Fastfood und Soulfood in einem!

Suppe geht ja bekanntlich immer! Und erschwinglich ist Ramen auch! Aber so salopp würde ich das Phänomen um die Nudelsuppe nicht abtun. In dieser Speise steckt noch viel mehr! Ramen besteht aus einem kräftigen Fond, schlotzigen Nudeln, würzigen Einlagen und frischen Toppings. Schauen wir uns eine Zutat der Suppe genauer an. Hier finden wir, wie in zahlreichen japanischen Gerichten, die Würzbrühe Dashi.

Dashi bezeichne ich gerne auch als eine Art Elixier. Das Konzentrat bildet die Grundlage für den erstaunlichen Umami-Geschmack in Ramen. Auch zaubert dieser natürliche Geschmacksverstärker die komplexen und besten Aromen der anderen Zutaten hervor. Ihr versteht, was ich damit meine, wenn ihr die einfache Veggie Ramen probiert habt. Taucht am besten gleich ein in die Geschmackswelt Japans!

Natürlich kann die Ramen mit verschiedenem Gemüse ergänzt werden. Die vegane Variante wäre mit Tofuwürfel statt mit Ei.

 

Kräftige

Nudel

Suppe

 

Wieso koche ich so gerne Ramen?

Warum ich Ramen mittlerweile lieber koche als eine hiesige, traditionelle Nudelsuppe? Ihr müsst wissen, fertige Fonds, Suppenwürfel und Instantbrühe versuche ich, möglist zu vermeiden. Es ist die Einfachheit von Ramen, aber auch gleichzeitig die Komplexität im Geschmack. Die japanische Bowl fasziniert mich immer wieder. Sie ist simpel und schnell gemacht, aber dennoch sehr wirkungsvoll. Kocht eine Fleisch- oder Gemüsebrühe eine halbe Ewigkeit, ist der Ramen-Fond in null Komma nichts zubereitet.

Und trotzdem erlebe ich eine Geschmacksexplosion, die noch lange nach dem Verzehr anhält. Mit wohliger Wärme im Bauch, lässt es sich zufrieden und entspannt zurücklehnen oder weiter agil den Tag gestalten. Die Suppe belastet uns nicht, da sie leicht, aber dennoch würzig und spannungsreich an Aromenvielfalt ist. So eine große Portion Gemüse gepaart mit viel Flüssigkeit kann ja nur gesund sein! 

Der Seelenwärmer ist gut vorzubereiten und auch große Mengen sind ohne Aufwand easy zu kochen. An Variantenreichtum übertrumpft Ramen so manch andere gesunde Speise. Mit Fleisch oder Fisch, vegetarisch und sogar vegan ermöglicht die Nudelsuppe Abwechslung auf dem Speiseplan. Mit Ramen haben ich schon jeden satt bekommen!

Einfache Veggie Ramen mit Sesam

Zutaten

für 4 Personen

  • 4 Eier
  • 1 mittlere Karotte
  • 1 Pastinake oder Petersilienwurzel
  • 150 g Zuckerschoten
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 100 g Shiitake
  • 100 g Babyspinat
  • Salz
  • 280 g Ramen-Nudeln
  • 20 g frischer Ingwer
  • 100 ml Sojasauce
  • 100 ml Sake
  • 200 ml Dashi
  • 1 l Gemüsebrühe
  • 2 EL gerösteter Sesam
  1. Eier 7 Min. garkochen. Kalt abbrausen.
  2. Inzwischen Karotte, Pastinake, Zuckerschoten und Frühlingszwiebeln waschen. Wenn nötig Wurzelgemüse schälen, in schmale Stifte schneiden. Die Zuckerschoten schräg halbieren. Shiitake putzen und halbieren oder vierteln. Babyspinat waschen und in einem Sieb abtropfen lassen.
  3. Stifte vom Wurzelgemüse und Shiitake in kochendem Salzwasser etwa 5 Min. kochen. Nach 3 Min. Schoten hinzugeben. Ist das Gemüse bissfest, in einem Sieb mit kaltem Wasser abbrausen.
  4. Inzwischen Eier schälen, Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden und Nudeln nach Packungsanleitung garen.
  5. Ingwer in einen mittelgroßen Kochtopf fein reiben, mit Sojasauce und Sake aufkochen. Dashi und Brühe hinzugeben, zum Kochen bringen. Spinat darin ca. 30 Sek. blanchieren.
  6. Nudeln abgießen und auf vorgewärmte Schalen verteilen. Das Gemüse darauf geben. Mit kochender Brühe und Spinat auffüllen. Eier halbieren und daraufsetzen. Mit Frühlingszwiebeln und Sesam bestreuen.

Tipps

Ich habe immer eine Ingwerknolle im Gefrierfach. So lässt sie sich besser reiben. Was nicht benötigt wird, verschwindet wieder im Gefrierfach.

Vegan: das Ei kann auch durch gebratene Tofuwürfel ersetzt werden. Dafür Naturtofu-Würfel in Sojasauce, Misopaste, Ahornsirup und Reisessig marinieren und in Sesamöl anbraten.

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