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Feine Zwiebel-Galette mit Frühkartoffeln

Ich habe lange darüber gegrübelt, was in vegetarischen Maki-Sushi statt Gurke oder Avocado in den Reis gewickelt wird. Es ist Rettich! Wisst ihr, was ich meine? Der schöne gelb gefärbte und knackige Kern in der Sushi-Rolle schmeckt so lecker. Leichte Süße, aber dennoch herzhaft charakterisiert diese Rettich-Zubereitung. Und wie gesagt, anfänglich konnte ich ihn gar nicht erkennen.

Knackiger Rettich aus dem Glas!

 

Knackig

Sauer

Scharf

Wie bekommen wir den Rettich ins Glas?

Die kulinarisch positive Erfahrung mit dem Rettich bewegte mich, ihn selber zuzubereiten. Dafür schäle ich den weißen Rettich. Das knackige Gemüse wird dann in Stifte geschnitten. Anschließend stelle ich einen süß-sauren Sud her. Er besteht aus Essig, Wasser, Zucker und Senfkörnern. Mit Ingwer, Salz und Kurkuma wird aus dem Rettich dann der absolute Geschmackskick. Neben süß und sauer kommt noch eine gewisse Schärfe hinzu.

Die Rettich-Stifte stecke ich dann in ein sauberes, großes Einmachglas. Mit dem heißen süß-sauren Sud übergossen wird das Glas luftdicht verschlossen. Nun müßt ihr den eingelegten Rettich für mindestens 2 Wochen an einem dunklen Ort ziehen lassen. So entwickelt er diesen feinen Geschmack und färbt sich Gelb. Der eingelegte Rettich ist lange haltbar, bis zu 6 Monaten. Ich stelle das Glas als gleich in den Kühlschrank. Voll praktisch, denn so kann ich immer mal etwas stibitzen.

Rettich ist gesund und schmeckt so wahnsinnig gut.

 

Im

Glas

haltbar!

Was ist das Besondere an dem eingelegten Rettich?

Der Geschmack, die Konsistenz und die Farbe machen den Rettich aus. Darum kam ich nicht um ein Rezept herum. Ein hervorragendes Ergebnis wurde es!

Der Geschmack vom Rettich ist süß-säuerlich und bringt eine gewisse Schärfe mit. Ihr werdet zusätzlich das Aroma von Ingwer wahrnehmen. Und der Clou ist der Senf. Wenn ihr auf die eingeweichten Körner beißt, dann geben sie ihren Geschmack ab. Sie zerplatzen zwischen den Zähnen und das ist ein ganz toller Effekt! So wie bei Senfkaviar.

Das mit den Senfkörnern ist der eine Konsistenzmoment. Den anderen bringt der Rettich von sich aus mit. Er ist so schon sehr knackig. Und das behält der eingelegte Rettich auch bei. Nicht schlaff oder wabbelig kommt er daher. 

Das satte Gelb wird euch schon im Glas entgegenleuchten. Der Rettich sieht so schön aus. Er bildet dekorativ ein tolles Bild ab. Da weiß jeder sofort, das ist Kurkuma

Auch mega gesund sind die Zutaten wie Essig, Ingwer, Senf und Kurkuma. Der Rettich enthält Glucosinolate. Die sekundären Pflanzenstoffe wirken antibiotisch und antioxidativ. Unser Immunsystem wird es uns danken. Und bitte den Sud nicht wegschütten! Den wertvollen Inhalt könnt ihr zum Beispiel in ein Salatdressing mischen.

Probiert auch unbedingt meine eingelegten Zwiebeln aus. Einmal lasst euch nicht die roten Perlzwiebeln entgehen. Und die pinken Zwiebelringe, die haben es in sich. Let´s try it!

Takuan – der köstliche

japanische Rettich

 

Zutaten

für 1 Bügelglas (à 750 ml)

  • 500 g Rettich

  • 20 g Senfkörner

  • 150 g Zucker

  • 150 ml Reisessig

  • 150 ml Apfelessig

  • 40 g Ingwer

  • 20 g Salz

  • 1 TL gemahlener Kurkuma

  1. Rettich waschen, schälen und in dünne Streifen schneiden.
  2. Senfkörner, Zucker, 300 ml Wasser, Reis- und Apfelessig in einem Topf unter Rühren aufkochen, bis sich der Zucker aufgelöst hat.
  3. Ingwer schälen und in dünne Scheiben schneiden. Zusammen mit Salz und Kurkuma in den Sud geben und ca. 10 Min. mit Deckel köcheln lassen.
  4. Rettich-Stücke in ein sauberes Einmachglas füllen und mit dem heißen Sud übergießen, bis das Gemüse komplett bedeckt ist. Glas gut verschließen und für mind. 2 Wochen an einem dunklen Ort ziehen lassen.

Tipps

Der Rettich kann bis zu 6 Monaten genossen werden.

Etwas Rote Bete in den Sud geben und Kurkuma weglassen. Dann schimmert der eingelegte Rettich rosa.

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