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Knusprige Pommes Frites aus dem Ofen

Jetzt gibt’s so richtig leckere Pommes! Freut ihr euch auch als darauf? Die goldenen Stäbchen gehen irgendwie immer. Aber sehr wichtig ist dabei, dass sie außen knusprig und innen fluffig sind. Und sie dürfen bitte nicht vor Fett triefen!

Selbst gemacht munden Pommes Frites viel besser als das Fertiggericht aus dem Tiefkühlregal. Der Geschmack der Kartoffel verändert sich mit Kälte. Daher setze ich auf frisch geschnittene, im Backofen zubereitete Kartoffel-Stäbchen. Wie sie genial werden, das erkläre ich euch nun!

Pommes Frites mache ich dann doch lieber im Ofen, als sie zu frittieren.

 

Goldene

Stäbchen

Wie bereite ich Pommes Frites zu?

Das geht ganz einfach. Pommes können im Topf frittiert, in einer Heißluftfritteuse oder im Backofen zubereitet werden. Unter den Möglichkeiten habe ich den Backofen gewählt. Das ist mit weniger Aufwand verbunden. Außerdem entfällt das Hantieren mit Fett. Und ein zusätzliches Küchengerät muss nicht auch noch angeschafft werden.

Mit drei Zutaten seid ihr schon dabei – Kartoffeln, Öl und Salz. Aber feiner geht es natürlich immer. Mit Paprikapulver und Pfeffer werden Pommes Frites noch würziger. Daher auch am Schluss nicht mit Salz sparen. Und damit alles so richtig gut an den Pommes haften bleibt, wälze ich die Kartoffeln noch zusätzlich in Semola, italienischer Hartweizengrieß. Das ist mein persönlicher Tipp an euch – mein Rezeptchanger.

Also, die Kartoffeln werden in gleichmäßige Stifte geschnitten. Ihr wascht sie dann mit kaltem Wasser, damit die Stärke aus den Pommes gespült wird. Diesen Effekt erhöhen wir, indem die Stifte anschließend für ein paar Minuten in heißes Wasser gelegt werden. Die Kartoffeln nun gut abtrocknen und mit den Händen in einer Mischung aus Semola, Öl, Paprika und Pfeffer wälzen. Alles flach auf ein oder zwei Bleche verteilen. Ab in den vorgeheizten Ofen damit! Sind sie knusprig und schimmern sie golden, dann nehmt die Pommes raus und bestreut sie mit Salz. Mein würziges Ketchup mit Mangostücken schmeckt übrigens fantastisch dazu!

Pommes Fries schmecken vorzüglich mit selbstgemachtem Ketchup.

 

Fritteuse

oder

Ofen?

Was ist bei Pommes Frites zu beachten?

Unser Ziel für die Pommes, sie sollen würzig und knusprig werden. Ich hebe sogar hervor, dies ist die Herausforderung bei der Pommes-Herstellung. Aber das ist machtbar und gar nicht so schwierig!

Erst einmal nehmt die richtige Knolle. Mittelgroße festkochende Kartoffeln sind am besten. Sie enthalten weniger Stärke. Und die Pommes bleiben stabiler.  Ein Trick ist noch, Essig in das Wasser zu geben, in dem die Stifte später verweilen. So behalten die Pommes ihre Form. Die Schale der Kartoffel kann dran bleiben. Dann aber gut waschen.

Schneidet die Pommes in ähnliche Stifte. Damit sie gleichmäßig garen. Mit einem Wellenmesser sehen die Pommes nicht nur optisch toll aus, sondern die Kartoffeln werden später knuspriger und die Würze bleibt besser daran kleben.

Jetzt kommt die Challenge! Ganz wichtig ist, dass die Stärke aus den Kartoffeln heraus muss. Das geschieht mit Wasser. Es entzieht der Pommes die Stärke. Daher erst auswaschen und dann die Stifte in heißem Wasser ziehen lassen.

Nun die Stifte abtropfen und in einem Küchentuch gut abrubbeln. Die Kartoffeln müssen zur weiteren Verarbeitung trocken sein. So viel Flüssigkeit wie möglich sollte von den Pommes entfernt werden.

Wie bekommen Pommes Frites den feinen Geschmack?

Die Vorbereitungen sind nun vollbracht. Jetzt geht es an den Geschmack! Wälzt die Pommes in Reismehl oder Semola. Das ist der Rezeptchanger schlechthin. So haften die Gewürze besser und restliche Flüssigkeit wird aufgesogen. Zusätzlich entzieht das auch noch einen verbliebenen Anteil an Stärke im Inneren der Kartoffel. Die entstandene rauhe Oberfläche wirkt rustikaler und funktioniert wie ein Geschmacks-Magnet. Wenn die Pommes fertig gebacken sind, gebt ihr erst am Schluss das Salz drauf. Nicht dass sich an der Oberfläche wieder Flüssigkeit sammelt! Denn Salz bindet Feuchtigkeit. Sonst wäre entstandener Crunch Adieu! Ich verwende übrigens gerne Meersalzflocken.

Der Vorteil am Backofen ist, dass wenig Öl benötigt wird. Nur trägt ja Fett bekanntlich zum Geschmack bei. Doch das ist und bleibt der Nachteil zum Frittieren. Denn im Backofen dürfen die Stifte nicht im Öl schwimmen. Sonst werden sie nicht knusprig. Auch ist es im Backofen wichtig, dass die Pommes nicht übereinander liegen. Sie müssen schön flach verteilt sein. Daher verwendet am besten mehrere Bleche auf einmal und schaltet Umluft im Ofen an.

So und jetzt noch on Top auf die fertigen Pommes den Abrieb von Zitrusfrüchten oder geriebenen Parmesan geben. Ich verspreche euch, Leckerschmecker!

Knusprige Pommes Frites

aus dem Ofen

 

Zutaten

für 4 Personen

  • 1 kg festkochende Kartoffeln

  • 1 EL Essig

  • 2 EL Semola

  • 1 TL Paprikapulver

  • etw. Pfeffer

  • 2 EL Sonnenblumenöl

  • Meersalzflocken

  1. Kartoffeln gut waschen, schälen und in etwa 1 cm dicke Stifte schneiden. In einer großen Schüssel Stärke aus den Kartoffeln waschen und abgießen. Stifte wieder in die Schüssel geben und mit kochendem Wasser übergießen. Auf 1 l Wasser 1 EL Essig unterrühren und ca. 3 Min. darin ziehen lassen.
  2. Backofen mit Blech auf 180 Grad Umluft vorheizen. Kartoffelstifte abgießen und in einem Küchentuch trocken tupfen. Auskühlen lassen. In der trockenen Schüssel Semola, Paprika und Pfeffer mit Öl vermengen. Stifte darin wälzen. Das geht am besten mit den Händen.
  3. Stifte auf dem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen und für ca. 40 Min. in den Ofen geben. Nach der Hälfte der Backzeit einmal wenden. Zwischendrin immer mal wieder die Ofentür öffnen, damit die Feuchtigkeit im Ofen entweichen kann.
  4. Gut mit Salz bestreuen.

Tipps

Kartoffeln können auch gewaschen mit Schale in Stifte geschnitten werden. Das macht die Pommes noch rustikaler.

Damit sie knusprig werden, darauf achten, dass die Pommes nicht übereinander liegen. Bei einer größeren Menge lieber 2 Bleche nehmen.

Schon mal Pommes mit Abrieb von Zitrusfrüchten probiert? Egal ob Zitrone, Orange oder Limette, einfach mit dem Salz drüberstreuen.

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