Laab Thai Salat aus Schnetzel und Pilzen

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Auf der Speisekarte des Thailänders in meiner Nähe ist Laab Thai geschmacklich einer meiner Favoriten. Der lauwarme, asiatische Salat aus Hackfleisch (thailändisch Laab) punktet einfach mit seinen verschiedenen Aromen. Er ist leicht, besitzt eine Frische und hinterlässt im Mund einen würzigen Geschmack.

Wenn da nur nicht das viele Fleisch im Laab Thai wäre! Der Salat wäre so perfekt für mich. Lauwarm servierte Salate mit einer feinen Säure, lieblichen Note und leichten Schärfe – das ist meins. Werde ich gefragt „süß oder salzig“, dann bin ich eher die Herzhafte. Also Umami-Geschmack soll es sein, aber am liebsten eher ohne Fleisch. Puuh!

Laab Thai aus Schnetzel und Pilzen

 

Geht´s

bitte

auch ohne?

Was macht den Laab Thai Salat aus?

Laab Thai ist ein lauwarmer Salat mit viel Hackfleisch und zerstoßenem Reis. Ja richtig, etwas roher Reis wird in einer Pfanne geröstet und dann in einem Mörser zerstoßen. So erhalten wir im Salat einen gewissen Crunch und eine interessante Konsistenz. Denn Geschmackserlebnisse bilden sich auch durch Unterschiede in der Textur der Speise.

Eine weitere Besonderheit von Laab Thai sind die wunderbaren Aromen. Zwiebeln, Koriander, Chili, Limette, Minze und Zitronengras geben den besonderen Wumms im Salat. In mein Rezept habe ich noch Erdnüsse hinzugefügt. Ihr werdet fruchtige Säure verspüren, Schärfe erleben und Herzhaftes schmecken.

Sowohl rote Zwiebeln als auch Frühlingszwiebeln vervollständigen den Salat. Rote Zwiebeln werden gedünstet und geben eine liebliche Note. In Röllchen geschnitten kommen frische Frühlingszwiebeln am Schluss über den Laab Thai. Das macht es auch aus!

Lauwarmer thailändischer Salat ohne Fleisch

 

Umami

ohne Fleisch

Wie geht der Laab Thai Salat auch anders?

Laab Thai geht auch anders – also ohne Fleisch. Dafür habe ich auf meine Lieblingsalternative Schnetzel zurückgegriffen. Das Hackfleisch wird gelungen ersetzt. Schnetzel einzuweichen, geht schnell. Und bei mir finde ich sie immer im Vorratsschrank. Stets verfügbar also!

Um das gewünschte Umami rauszukitzeln,  verwende ich noch Pilze, Soja- und Fischsauce. Das sind alles Produkte, die auch auf natürliche Weise herzhaft, wohlschmeckend sind. Und es funktioniert!

Mit Sojasauce und Wasser weiche ich die Schnetzel ein. So kommt schon einmal ein vollmundiger Geschmack an den Salat. Danach wird es in Öl zusammen mit den Pilzen geröstet. Das gibt den gewissen intensiven Umami-Kick. Mit Fischsauce abgeschmeckt wird es weiter vervollständigt.

In meiner Laab Thai Variante füge ich dem Salat noch Zitronengras hinzu. Das bringt zusätzliche Frische, Aroma von Zitrone und beim Kauen einen gewissen Biss. Na, Appetit bekommen?

Laab Thai Salat

aus Schnetzel und Pilzen

Zutaten

für 3 – 4 Personen

  • 5 EL Sojasauce
  • 100 g Sojaschnetzel
  • 2 TL Jasminreis
  • 200 g Champignons
  • 2 TL Sesamöl
  • 1 EL Rapsöl
  • 1 rote Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 Stängel Zitronengras
  • 3 TL Fischsauce
  • 4 Frühlingszwiebeln
  • 1 Chilischote
    (je nach Schärfegrad)
  • ½ Limette
  • 1 Hand voll Koriander
  • 1 Hand voll Minze
  • 1 Hand voll geröstete Erdnüsse
  1. 150 ml warmes Wasser mit 3 EL Sojasauce vermischen und Sojaschnetzel ca. 10 Min. damit einweichen.

  2. Reis in einer Pfanne mit hohem Rand oder in einem Wok ohne Öl erhitzen, rösten und dann im Mörser zerkleinern, bis es zu Pulver wird.

  3. Pilze säubern und grob in einer Küchenmaschine raspeln oder in kleine Würfel schneiden. Öle in der Pfanne oder dem Wok erhitzen und Pilze mit Sojaschnetzeln ca. 5 Min. unter gelegentlichem Rühren anbraten.

  4. Inzwischen rote Zwiebel und Knoblauch schälen. Zwiebel in Streifen und Knoblauch in Würfel schneiden.

  5. Zitronengras waschen und längs halbieren. Den unteren holzigen Wurzelansatz keilförmig rausschneiden und Zitronengras in haardünne Scheiben schneiden. Zusammen mit roter Zwiebel, Knoblauch, Fischsauce, restlicher Sojasauce und 200 ml heißem Wasser zur Pfanne geben und 10 Min. auf niedriger Stufe köcheln lassen, bis die Flüssigkeit aufgesogen ist. Danach etwas abkühlen lassen.

  6. Inzwischen Frühlingszwiebeln, Chili und Limette waschen. Von den Frühlingszwiebeln das äußere Hüllblatt samt Wurzel entfernen und in feine Ringe schneiden. Kerne der Chili je nach Schärfe entfernen und in kleine Würfel schneiden. Saft der Limette auspressen.

  7. Koriander und Minze waschen. Vom Koriander Blätter abzupfen. Stiele klein hacken und Blätter grob hacken. Von der Minze Blätter abzupfen und fein hacken.

  8. In einer großen Schüssel alles Vorbereitete vermengen und Erdnüsse darüber streuen. Dazu passt noch gekochter Reis.

Tipps

Wie wird der Saft einer Limette ausgepresst?

Nach dem Waschen die Frucht einige Male mit der flachen Hand und mit Druck hin- und herrollen. Dann die Limette längs vierteln. Viertel zwischen Daumen und Zeigefinger legen und Saft auspressen.

Wer möchte, kann noch die Schale der Limette abreiben und unter den Salat mengen. Nach dem Waschen die Frucht dann erst noch trockenreiben.

Um die andere Hälfte der Limette zu verwenden, Spalten daraus schneiden und mit auf die Teller geben. So kann sich jeder seinen Laab individuell würzen.

Erdnüsse können auch gehackt dazu gegeben werden.

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