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  • Maren

Warum Bio-Baumwolle?

Liebe Schnittlauchbrot Fans,

aufmerksame Leser*innen unserer Produktbeschreibungen haben sicherlich schon festgestellt,

dass wir großen Wert darauf legen, Bio-Baumwolle für unsere Artikel zu verwenden. In diesem Blog Beitrag möchten wir euch kurz über die Unterschiede zur herkömmlichen Baumwolle informieren, die ökologischen Vorteile aufzeigen und schlussendlich ein Fazit ziehen, warum uns die Verwendung dieses Stoffes am Herzen liegt. Los geht’s!


Baumwolle allgemein:

Starten wir vorab mit ein paar Fakten:


• Baumwolle wird aus Malvengewächsen gewonnen. Diese Pflanzen wachsen vor allem in tropischen und subtropischen Gebieten.

• Hauptverwendung findet der Stoff in der Textilbranche, aber auch in der Industrie- und ebenso für die Festigung von Kunststoffen. Also universell einsatzbar!

• Insgesamt stellen nur 18 Länder Bio-Baumwolle her. Die 5 größten Anbaugebiete liegen in Indien, China, Kirgistan, der Türkei und Tadschikistan. Gewöhnliche Baumwolle wird hingegen in 70 Ländern hergestellt, auch hier sind Indien und China die Hauptproduzenten. Der Bio-Baumwollen Anteil auf dem Textilmarkt macht aktuell nur 1% aus (wir gehören dazu!).

Baumwolle vs. BIO-Baumwolle:

Im Vergleich wird gleich klar werden, was diese drei Buchstaben BIO vor dem Wort ausmachen - einen beachtlichen Unterschied!


Dass die konventionelle Baumwolle einige Negativ-Aspekte in der Herstellung mit sich bringt, ist nicht unbekannt. Das Saatgut ist meist genmanipuliert und mit Kunstdünger behandelt. Baumwolle benötigt außerdem enorm viel Wasser - an dieser Stelle ein friendly reminder, dass die meisten Anbaugebiete in (verhältnismäßig) armen Ländern in sub-/tropischen Gebieten der Erde angebaut werden. Den Ökosystemen dieser Gebiete fehlt dieses Wasser langfristig. Anbei ein erschreckender Fakt - hinter einem Kilogramm Baumwolle stecken bis zu 22000 Liter Wasser, dass entspricht 157 gefüllte Badewannen - oder 183 Tage Wasserverbrauch (eine Person verbraucht ca. 120 Liter pro Tag) eines Menschen für Trinken, Haushaltsarbeiten und Körperpflege. Ein einziger Mensch könnte also, in einem Land in dem Wasser knappes Gut ist, 183 Tage überleben. Der Durchschnitts-Deutsche kauft übrigens in etwa 28 Kilogramm Textil mit Baumwolle pro Jahr.

Neben dem Wasserverbrauch sind auch der Einsatz von Pestiziden ein ernstzunehmendes Problem. Sie werden in das Grundwasser gespült und bleiben oftmals auch noch auf dem fertigen Textil zurück. Der Anbau findet zudem in Monokulturen statt, was die Pflanzen anfälliger für Schädlinge und Krankheiten macht. Langfristig gesehen verbraucht dieser Anbau mehr Wasser, Dünger und Einsatz von Pestiziden, um daraus Ertrag zu gewinnen. Für den Menschen ist die Arbeit mit Pestiziden gesundheitsgefährdend! Sie können die Zellteilung stören, das Entstehen von Krebs begünstigen, das Erbgut verändern, das Immunsystem beeinträchtigen und Allergien auslösen.

Der Einsatz von Pestiziden und Chemikalien ist nicht nur schädlich für den Menschen, der dort arbeitet, sondern auch für das Klima. Es hinterlässt einen unglaublich großen CO2-Fußabdruck.

Bevor wir euch nun aber einen endlos langen Aufsatz über die negativen Aspekte der herkömmlichen Baumwolle schreiben - Kommen wir nun zur Bio-Baumwolle!

Hier haben wir im Grunde eine 180 Grad Wendung. Bio-Baumwolle wird kleinflächig im Fruchtwechsel angebaut und dem Saatgut wird hier natürlich nichts weiter außer natürlichem Dünger hinzugefügt. Hier ist auch wieder das Stichwort Wasser wichtig - die Wolle wird nämlich hauptsächlich mit Regenwasser oder der im Boden bereits gespeicherten Feuchtigkeit bewässert. Dieser Plan geht nicht immer auf, aber wenn künstlich bewässert wird, dann durch Tröpfchenbewässerung - das spart insgesamt rund 90% Wasser im Gegensatz zur konventionellen Baumwolle!

Selbstverständlich gibt es auch keine Chemie bei der Herstellung von Bio-Baumwolle. Pestizide sind hier verboten und es wird auf natürliche Schädlingsbekämpfung gesetzt - z.B. durch Pheromonfallen.

Uns als kleines Fair-Fashion Label ist einfach wichtig, hier einen Schritt in die richtige Richtung zu gehen und das fängt für uns bei der Materialauswahl an. Diesen Aspekt wollen wir natürlich auch an euch weitergeben. Es ist einfach zu schreiben, dass das Material zu 100% aus Bio-Baumwolle besteht, aber es ist auch wichtig zu wissen, was dahintersteckt - nicht wahr? In diesem Sinne - Bio? Logisch!


Bussi, Baba

Eure Maren




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