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Vegane Sauce nach Béarnaiser Art

Gerade im Frühjahr hat die Sauce Béarnaise ihre Hochzeit. Mit dem Spargel kommt auch das Verlangen nach diesem fein würzigen Begleiter. Ich liebe sie. Kartoffeln und Pfannkuchen passen prima dazu. Habt ihr schon einmal eine Sauce Béarnaise selber gemacht? Oder wisst ihr überhaupt, welche Sauce ich meine?

Der Klassiker einer Sauce Béarnaise als vegane Variante.

 

Klassiker

mal

anders

Was ist eine Sauce Béarnaise?

Die Sauce Béarnaise ist ein Klassiker der französischen Küche. Die aufgeschlagene Butter-Sauce ähnelt der Hollandaise. Jedoch unterscheiden sie sich in Nuancen. Die Sauce Béarnaise punktet durch mehr Würze. Diese erhält sie durch das aromatische Würzkraut Estragon.

Eine Butter-Sauce könnt ihr folgendermaßen herstellen. Die Basis bildet eine Reduktion. Hier verkochen Wein, Essig, Schalotten, Gewürze und eventuell Kräuter miteinander. Aus dem kräftigen Sud werden dann die festen, aromagebenden Bestandteile entfernt. In einem Wasserbad schlagt ihr die Reduktion mit Eigelb und Butter zu einer dicklich, fluffigen Sauce auf. Das funktioniert am besten mit einem Schneebesen. Das Ei fungiert als Emulgator, um Wasser mit Fett zu verbinden. Denn Kochen ist eine Wissenschaft! 

Wie funktioniert die Sauce Béarnaise dann vegan?

Aber wie lässt sich nun diese Sauce als vegane Variante ohne Eier und Butter herstellen? Das ist ganz einfach! Und sogar noch weniger anspruchsvoll, da die klassische Sauce Béarnaise ein wenig Übung erfordert. Denn die Herausforderung besteht darin, dass die Butter nicht ausflockt und sich kein Rührei bildet, oder das Ei zu stocken beginnt. Also um das müsst ihr euch in dem Rezept für die Sauce in vegan keine Gedanken machen. 

Als Rezeptchanger bilden eingeweichte Cashewkerne hier die besondere Rolle. Sie werden fein, am besten mit einem Blitzhacker, püriert. Mit der Reduktion, Senf, Gewürzen und ein wenig Kurkuma entsteht aus dem „Nuss-Püree“ eine leckere Sauce. Dabei funktioniert der Senf als Emulgator. Die Sauce ist gesund, weniger fettig und sogar vegan.

Die Sauce Béarnaise wird durch Cashewkerne so gesund.

 

Cashews

sind

der Hit

Warum macht uns diese Sauce Béarnaise so happy?

Die klassische Sauce Béarnaise schmeckt einfach fantastisch. Aber sie besteht aus Eigelb und vor allem fast nur aus Butter. Somit aus geschmolzenem Fett, das in erster Linie gesättigte Fettsäure enthält. Gesund ist was anderes!

Aufgrund der Cashewkerne überzeugt die Sauce nach Béarnaiser Art dagegen mit vielen ungesättigten und sogar mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Prima, genau das wollen wir doch bevorzugt essen! Zudem sind Cashews im Vergleich zu anderem Kernigen wie Nüsse relativ fettarm.

Diese Sauce punktet auch mit hochwertigen und pflanzlichen Proteinen. Cashewkerne enthalten viele davon. Was gerade wichtig in der veganen Ernährung ist.

Außerdem haben wir in der Sauce noch weitere Nährstoffe. Viele B-Vitamine sind in den Kernen. Auch verfügen Cashews über wichtige Mineralstoffe. Calcium, Magnesium und Phosphor dienen unseren Knochen und Zähnen. Eisen brauchen wir zur Blutbildung.

Und ganz spannend! Dann ist da noch das Tryptophan. Es kommt zahlreich in den Cashews vor und gilt als Glücksstoff. Denn die Aminosäure bildet ein wichtiger Baustein des Hormons Serotonin – unserem Stimmungsmacher im Körper. Diese Sauce macht uns also happy!

Wollt ihr noch ein Rezept mit Cashewkernen? Dann schaut euch Kräuterseitlinge mit Golden Mangold an. 

Vegane Sauce

nach Béarnaise Art

 

Zutaten

für 4 Personen

  • 150 g Cashewkerne

  • 1 große oder 2 kleine Schalotten

  • 2 TL getrockneter Estragon

  • 125 ml Weißwein*

  • 75 ml Essig*

  • etwas Salz und Pfeffer

  • 2 TL Senf

  • ½ TL Kurkuma

  • 1 TL Agavensirup

*vegan

  1. Cashews mind. 2 Std. in 230 ml Wasser einweichen.
  2. Inzwischen Schalotten schälen und in kleine Würfel schneiden. Mit Estragon, Weißwein, Essig, 100 ml Wasser, Salz und Pfeffer in einen kleinen Topf geben. Ungefähr 1/3 der Flüssigkeit einkochen lassen. Reduktion durch ein Haarsieb gießen und auffangen. Estragon-Zwiebel-Mischung ausdrücken.
  3. Eingeweichte Cashews abspülen. In einem Blitzhacker mit Reduktion, Senf und Kurkuma fein pürieren.
  4. Die Sauce über einem Wasserbad erwärmen und mit einem Schneebesen aufschlagen. Dabei ca. 100 ml warmes Wasser unterheben, bis eine schöne Sauce entsteht. Mit Agavensirup, Salz und Pfeffer abschmecken.

Tipps

Dazu passen Kartoffeln und Gemüse (z. B. Spargel, Spitzkohl aus dem Ofen, Brokkoli und Blumenkohl)

Eine Sauce Hollandaise wird gezaubert, indem der Estragon einfach weggelassen wird.

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