Zwiebelsuppe französischer Art aus Dashi

Bei dieser kalten Jahreszeit gibt es nichts Besseres als ein heißes Süppchen. Ja, kräftig im Geschmack soll sie sein. Das wird durch Würze und Aromen erreicht. Dabei kommt einem sofort Umami in den Sinn. Und richtig, viel davon hat die Zwiebelsuppe! Nur wie bekommen wir diese Intensität in den Teller? Das verrate ich euch. 

Die Zwiebelsuppe wird nach französischem Vorbild gekocht. Jedoch verwende ich meine vegetarische Dashi.

 

Frankreich

im

Teller

Was kennzeichnet eine französische Zwiebelsuppe?

Wenn von Zwiebelsuppe gesprochen wird, kreisen die Gedanken gleich um Frankreich. Denn die Brühe mit Zwiebeln ist eine traditionelle Speise unseres Nachbarlandes. Das würzige Aroma und die leichte Säure kennzeichnen diese Variante. Trotzdem besitzt die Zwiebelsuppe etwas Liebliches.

Für den Klassiker werden Gemüsezwiebeln in dünne Ringe geschnitten. Dann schmoren sie sanft mit Knoblauch in Fett. Butter unterstreicht dabei das Gemüse und trägt zum feinen Aroma bei. Etwas Mehl sorgt dann für die Bindung. Säure erhält das Gericht durch Wein und später durch etwas Essig. In einer kräftigen Brühe köcheln anschließend die Zwiebeln, der Knoblauch und Kräuter, wie Thymian und Lorbeerblatt. Ich habe meinen würzigen Dashifond verwendet.

Charakteristisch an der französischen Zwiebelsuppe sind die gerösteten Weißbrotscheiben. Sie werden in die Brühe gelegt und im Ofen mit Käse gratiniert. Daher wird die traditionelle Zwiebelsuppe aus Frankreich in feuerfesten Förmchen serviert. Verbreitet gilt die Löwenkopfterrine genauso als Klassiker. Sie besteht aus Hartporzellan, weswegen sie hohen Temperaturen standhält. 

Eine kräftige Zwiebelsuppe tut richtig wohl. Sie wärmt so schön.

 

Wohl

Fühl

Suppe

Wie bekommen wir Geschmack in die Zwiebelsuppe?

Möglichst viel Umami wollen wir aus unserer Zwiebelsuppe herausholen. Das gelingt ganz easy. Denn allein schon die Zutaten bringen intensiven Geschmack mit. Aber da geht sogar noch mehr! Die Art der Zubereitung ist halt auch entscheidend.

Viele Gerichte und Rezepte fangen ähnlich an. Es werden Zwiebeln in den ersten Schritten in Fett glasig gedünstet. Das ist nicht ohne Grund so. Denn ihren extremen und lieblichen Geschmack erreichen wir, wenn wir Zwiebeln langsam karamellisieren. Und in der Zwiebelsuppe ist eine Menge davon drin! Sie wirken wie ein Geschmacksverstärker.

Butter und Käse erreichen beim Genuss ein wohliges Mundgefühl. Bei Fett reden wir gerne von einem Geschmacksträger. Weswegen wir es so mögen. Fette sind energiereich und gelten als eine Art Belohnung im Körper.

Dann ist da noch die eigens hergestellte Dashi. Als Rezeptchanger bildet in der Zwiebelsuppe Umami pur aus. Das Brot hat sich damit vollgesogen und in der Terrine ist reichlich davon.

Noch was Positives steckt in der Zwiebelsuppe. Das Gemüse gilt als bewährtes Hausmittel gegen Erkältung. Die Zwiebel wirkt entzündungshemmend und antibakteriell. Auch nicht schlecht in dieser kalten Jahreszeit!

Zwiebelsuppe französischer Art

aus Dashi

Zutaten

für 4 Personen

  • 2 Gemüsezwiebeln (500 g)

  • 1 Knoblauchzehe

  • 2 EL Butter

  • 1 EL Mehl

  • 100 ml trockener Weißwein

  • 50 ml trockener Sherry

  • 1,2 l Dashi (doppelte Menge meines Rezeptes)

  • 1 Lorbeerblatt

  • 5 Stiele Thymian

  • 8 Scheiben Baguette

  • 80 g Gruyère

  • etw. Essig

  • Salz und Pfeffer

     

  1. Zwiebeln und Knoblauch schälen. Knoblauch halbieren. Mit den Zwiebeln in dünne Scheiben schneiden. Butter in einem Topf erhitzen und beides darin bei milder Hitze ca. 10 Min. weichdünsten.
  2. Mehl darüber geben, kurz darin rösten und mit Weißwein und Sherry ablöschen. Etwas einkochen lassen.
  3. Dashi, Lorbeerblatt und Thymian zur Suppe geben. Zugedeckt ca.
    20 Min. leicht köcheln.
  4. Inzwischen Baguette auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Bei 250 Grad ca. 5 Min. leicht rösten. Käse in eine Schüssel reiben.
  5. Suppe mit Essig, Salz und Pfeffer abschmecken. In 4 Terrinen oder feuerfesten Schüsselchen füllen. Je 2 Scheiben Baguette auf die Suppe legen und mit Käse bestreuen. Im Backofengrill goldbraun gratinieren lassen.

Tipps

Zwiebeln werden mit einem Hobel geschnitten hauch dünn.

Brot einen Tag vorher in Scheiben schneiden und an der Luft antrocknen lassen. So bleiben die Scheiben besonders knusprig in der Suppe. 

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