Japanische Omelette mit Sushireis und Sardinen
Mein erstes Tamagoyaki, ein japanisches Omelette, habe ich auf Sushi gegessen. Ich war hin und weg, wie luftig und saftig es war. Zudem sah das Rührei, zu einer Rolle oder Schnecke gedreht, edel und elegant aus. Nicht so eine verrührte Masse oder dieser Fladen, wie wir Omelette machen. Das japanische Omelette ist voller Liebe und mit handwerklichem Geschick zubereitet. Ihr müsst es unbedingt mal probieren.
Wie werden die japanischen Omelette gerollt?
Für das leckere Omelette Tamagoyaki werden einige Eier, ein Eigelb, Sojasauce und Mirin in einer Schüssel gründlich verrührt. Und etwas Öl in einer kleinen, beschichteten Pfanne erhitzt. Verteilt darin gleichmäßig eine dünne Schicht (ca. 2-3 mm) der Eiermasse. Bei mittlerer Temperatur stocken lassen.
Wenn sich das Omelette vom Pfannenboden lösen lässt, die Oberfläche aber noch roh-glänzend ist, zu einer kompakten Rolle formen. An den gegenüberliegenden Rand der Pfanne schieben. Pfanne nochmals einfetten. Eine weitere dünne Schicht Omelette-Teig verteilen (auch unter die Eierrolle) und stocken lassen. Bereits geformte Rolle in die frische Schicht einrollen. Wieder an den gegenüberliegenden Rand schieben. Weiter verfahren, bis alles Ei verbacken ist. Omelette in Frischhaltefolie wickeln und abkühlen lassen.
Was unterscheidet das japanische Omelette von anderen Eiern?
Das japanische Omelette schmeckt herrlich. Es hat ein süßliches Aroma. Was mit der herzhalften Note perfekt harmoniert. Der Eiergeschmack von dem Omelette ist weniger stark ausgeprägt, da es behutsam gebraten wird. Denn je länger Eier garen, um so mehr dominiert dieser schwefelige Unterton.
Dieses Omelette besticht durch den ausgeprägten Umami-Geschmack. Das liegt an der Sojasauce, die im japanischen Rührei steckt. Denn als Ferment wird in der Würze reichlich natürliches Glutamat freigesetzt. Extrem auffällig fein gegenüber unserem Omelette.
Die vielen Schichten vom japanischen Omelette helfen bei der luftigen und saftigen Konsistenz. Gerollt wird das gebratene Ei, wenn die Oberfläche noch roh-glänzend ist.
Perfekt wird das japanische Omelette, wenn ihr eine kleine, beschichtete, eckige Pfanne verwendet. Damit lässt sich eine gleichmäßige Rolle ausbacken. Aber mit einer runden, herkömmlichen Pfanne geht es auch.
Ein weiteres, leckeres Gericht aus einem anderen Land ist das feine türkische Rührei Menemen. Probiert auch das aus.
Japanische Omelette
mit Sushireis und Sardinen
Zutaten
für 4 Personen
- 250 g Sushi-Reis
- 5 Eier
- 1 Eigelb
- 2 EL Sojasauce
- 4 EL Mirin
- etwas Rapsöl
- 3 EL Reisessig
- 1 TL Salz
- 2 TL Zucker
- 1 Blatt Nori
- 1 Dose Sardinen
- etw. Mayonnaise
- eingelegter Ingwer
- Reis gut waschen, bis das Wasser klar ist. Mit doppelter Menge Wasser in einem Topf ca. 2 Min. kochen. Dann bei niedriger Temperatur mit Deckel ca. 15 Min. quellen lassen.
- Inzwischen Eier, Eigelb, Sojasauce und 3 EL Mirin in einer Schüssel verrühren. In einer kleinen, beschichteten Pfanne etwas Öl erhitzen. Darin eine dünne Schicht der Eiermasse (ca. 2-3 mm) gleichmäßig verteilen. Bei mittlerer Temperatur stocken lassen.
- Wenn sich das Rührei vom Pfannenboden lösen lässt, die Oberfläche aber noch roh-glänzend ist, zu einer kompakten Rolle formen. An den gegenüberliegenden Rand der Pfanne schieben. Pfanne nochmals einfetten. Eine weitere dünne Schicht Teig verteilen (auch unter die Eierrolle) und stocken lassen. Bereits geformte Rolle in die frische Schicht einrollen. Wieder an den gegenüberliegenden Rand schieben. Weiter verfahren, bis alles Ei verbacken ist. In Frischhaltefolie wickeln und abkühlen lassen.
- Reis vom Herd nehmen und mit einem Geschirrtuch zwischen Topf und Deckel für ca. 10 Min. abdecken.
- Inzwischen Reisessig, restlicher Mirin, Salz und Zucker verrühren und in einem kleinen Topf erwärmen. Eierrolle in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden.
- Reis in eine große Schüssel geben, die Essigmischung vorsichtig untermengen und abkühlen lassen.
- Reis formen und mit einer Scheibe gerolltem Ei belegen. Nori in Streifen schneiden und mit wenig Wasser formbar machen. Um das Ei und den Reis legen. Dazu Sardinen, Mayonnaise und Ingwer reichen.
Tipps
Am besten eine kleine eckige Pfanne verwenden und mit einem Pinsel einfetten.





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